Dingolfinger Gymnasiasten gewinnen 2. Landespreis im Geschichtswettbewerb
Dingolfinger Gymnasiasten gewinnen 2. Landespreis im Geschichtswettbewerb
Alexander Ertl und Christoph Thoma aus der Q 11 des Gymnasiums Dingolfing haben den Zweiten Landespreis im bayernweit ausgetragenen Geschichtswettbewerb „Erinnerungszeichen“ gewonnen. Betreut von geschichtslehrer Ulrich Bauer, reichten sie zum Thema „Kriegsende und Wiederaufbau“ eine Arbeit mit dem Titel „Kriegsende und Nachkriegszeit aus der Sicht einer damals Siebenjährigen“ ein. Dafür empfingen Sie aus der Hand von Kultusminister Ludwig Spaenle den Zweiten Preis.
Dieser Abhandlung beruht auf einem oral-history Projekt. Die heute 71 jährige Anna Ertl aus Unterholsbach bei Lengthal gab beiden Schülern ein Zeitzeugeninterview über ihre Erinnerungen an die Nachkriegszeit, in der sie zur Schule ging. Nach einer Einführung in die Methode der „oral history“ (d.h. in den Umgang und die Auswertung mit nur mündlich überlieferten Quellen) durch Geschichtslehrer Ulrich Bauer werteten Sie das Gespräch systematisch aus und beleuchteten folgende Aspekte: Ende der Naziherrschaft und Beginn der Besatzungszeit; Lage der Vertriebenen und Flüchtlinge, Ernährungslage und Alltagsleben der Kinder, alles unter regionalgeschichtlicher Perspektive. In einem einleitenden Kapitel verbanden sie allgemeine Geschichte und Regionalgeschichte.
Eine Jury aus Lehrern und Vertretern der Bayerischen Handelskammer begutachtete alle eingesandten Arbeiten und erkannte den Dingolfinger Schülern den zweiten Preis zu. Dieser wurde ihnen in einem Festakt im Maximilianeum, dem Sitz des Landtages in München, von Kultusminister Ludwig Spaenle überreicht.
Schulartübergreifender Ausflug ins Freilichtmuseum Massing
Ausflug der Klassen 5c und 5e des Gymnasiums sowie der Klasse 3c der Grundschule Altstadt
ins Freilichtmuseum Massing
Als Abschluss des Projekts „Leben früher – Leben heute“ unternahmen die Schülerinnen und Schüler der Klassen 5c und 5e in Begleitung der Lehrkräfte Elisabeth Rembeck und Johanna Zuchs einen Ausflug ins Freilichtmuseum nach Massing, um sich dort auf eine Zeitreise zurück in die Vergangenheit zu begeben. Mit von der Partie war außerdem die Klasse 3c der Grundschule Altstadt mit ihrer Klassenlehrerin Maren Schauer. Durch den Einsatz der Grundschullehrerin Frau Schauer am Gymnasium, die im Schuljahr 2009/10 gemeinsam mit ihrer Gymnasialkollegin Elisabeth Rembeck für den Deutschunterricht in der Klasse 5c verantwortlich zeichnete, hatte sich eine enge Zusammenarbeit entwickelt, die im Schuljahresverlauf bereits zur Durchführung einiger schulübergreifender Projekte geführt hatte. Nachdem man durch die Beschäftigung mit der Lektüre Toni Goldwascher von Josef Einwanger in die Nachkriegszeit der frühen 50er Jahre eingetaucht war, bot das Freilichtmuseum Massing die idealen Voraussetzungen, die Auseinandersetzung mit der jüngeren Vergangenheit zu vertiefen und gleichzeitig einen Teil der Originalschauplätze, an denen der Film zum Buch gedreht wurde, in Augenschein zu nehmen. Neben einer Führung durch das weitläufige Areal mit den original und jeweils zeitgetreu wieder aufgebauten Bauernhöfen aus verschiedenen Regionen Bayerns stand außerdem eine Kräuterwanderung auf dem Programm, die Einblick in die vielfältigen Verwendungsweisen der Pflanzen für Mensch und Tier bot. Eine Museumsralley, bei der es galt, Fragebögen zu den Exponaten des Museums zu beantworten, wurde von allen Teilnehmern mit Bravour gemeistert. Beeindruckend war hierbei vor allem, wie verantwortungsvoll die Fünftklässler die jüngeren Grundschüler unter ihre Fittiche nahmen und wie reibungslos die Teamarbeit zwischen „Groß und Klein“ funktionierte. Langfristig wäre zu wünschen, dass sich diese Tutorentätigkeit fortsetzt und der eine oder andere Grundschüler auf diese Weise Unterstützung beim Übertritt ans Gymnasium erfährt.
OStRin Elisabeth Rembeck, Lin Maren Schauer, OStRin Johanna Zuchs
Konzentrations- und Vernichtungslager
Allgemein:Konzentrations- und Vernichtungslager
Konzentrations-, Sonder- und Verwaltungslager im heutigen Deutschland
In aller Welt leben heute mehr als 13 Millionen Juden 41 % aller Juden wohnen im Staate Israel. Während einer Diaspora schrumpfte das Judentum um 100.000 Menschen.
Insgesamt leben heute 13,155 Millionen Juden in aller Welt. Im Vergleich zu 2006 ist die jüdische Bevölkerung im Jahr 2007 um 60.000 Menschen angestiegen.
Gibt es heute immer noch Judenverfolgung?
Im Laufe der Geschichte wurden die Ursachen des Holocaust oft verfälscht oder relativiert. Leider besteht damit die Leugnung des Holocausts immer noch beständig fort.
Ein immer noch vorhandener sekundärer Antisemitismus macht weiterhin die Juden für die Belastungen durch die Holocaustdebatte verantwortlich. Die Forschungseinrichtung und der Begriff „Sekundärer Antisemitismus“ sind jedoch sowohl inhaltlich als auch wissenschaftlich stark umstritten.
In Verbindung mit der Nahostpolitik, den Folgen des Irakkrieges und des Erstarkens des Islamismus nimmt Israelpolitik oft judenfeindliche Züge an. Deshalb wird manche Kritik an Israels Politik auf antisemitische Motive zurückgeführt, was oft kontrovers beurteilt wird.
Vor allem in Deutschland und Frankreich wird ein Schulterschluss von rechten und linken Antizionisten und Israelkritikern beobachtet. Dabei werden oft umstrittene Aspekte der israelischen Siedlungs-, Militär- und Sicherheitspolitik mit dem Dritten Reich und der DDR verglichen.
Antiamerikanismus, Antikapitalismus, Antikolonialismus und neue Weltverschwörungstheorien werden mit alten antisemitischen Klischees verbunden.
Es gibt immer mehr rechtsextreme Gewalt und rechtspopulistische Parteien, die immer mehr Präsenz in Landtagen und in der Öffentlichkeit gewinnen. Doch der Kriegsjahrgang und die Jahrgänge vor dem 2. Weltkrieg wollen einen Schlussstrich unter dem Thema Holocaust gezogen wissen. Doch langsam sterben alle Zeitzeugen des Holocaust aus, so dass ihre persönlichen Erlebnisse der Öffentlichkeit nicht mehr preisgegeben werden.
Islamistische Judenfeindlichkeit
Judenfeindschaft und Antizionismus; die in vom Islam geprägten Ländern herrschen, übernehmen seit 1918 ebenfalls Elemente des europäischen Antisemitismus. Man spricht von „arabischem“ und islamischem Antikapitalismus“.
Islamische-palästinensische Gruppen wie die Hamas, die Anfang des neuen Jahrhunderts immer mehr Bedeutung gewannen, betreiben offene Judenfeindlichkeit.