Die Seefahrt nach Rio

Die Spielgruppe der 5. Klassen des Gymnasiums Dingolfing erlebten große Abenteuer auf „hoher See“.

Am 22. Juni begann die große Fahrt. Schon seit Monaten hatte die Musicalgruppe mit Frau Werner für die spannende Seereise geprobt. Zwei Stühle für „Bug“ und „Heck“ und dazwischen ein „Sofa“ genügten, das Publikum für eine Stunde in die Welt der Seefahrer zu entführen. Zu Beginn erhielten alle Matrosen ihre Mützen, bevor sie für die verschiedenen Aufgaben eingeteilt wurden. Lottchen musste leider zu Hause bleiben als Seemannsfrau und weinte deshalb dicke Tränen in ihr Taschentuch. Zum Trost durfte sie das Schiff taufen auf den Namen „Tolle Lotte“. Los ging es nun für die Mannschaft zunächst nach Rio zum Zuckerhut, bevor sie unversehens in einen großen Sturm geriet. Doch selbst im größten Orkan helfen die Matrosen zusammen und überstehen so die schlimmsten Unwetter. Sogar Seeungeheuer sind für sie keine Gefahr mehr.

Die Seeschlange, die sich durchs Publikum wuselte, konnte man mit dem Seeschlangensong besiegen. Bei der nächsten Station, auf der Insel „Witschi-Watschi-Wu“, überkam die Mannschaft das Heimweh. Ablenkung konnte da nur der bevorstehende Hafenurlaub bringen. Diese Szene kam besonders gut an, denn die Matrosen übertrafen sich gegenseitig in den Gründen, warum sie Hafenurlaub bräuchten. Die Herren wollten zum Bärte schneiden, die Damen mussten natürlich „zum Geldausgeben“ gehen! Hier kam der Höhepunkt jeder Schiffsreise, das „Käpt'nsdinner“. Kapitäne kennen in jedem Hafen wichtige Persönlichkeiten, in diesem Fall die Direktorin des Gymnasiums, Frau Wallner. Sie wurde vom Kapitän persönlich mit vollendeten. Manieren von ihrem Platz abgeholt und aufs Schiff gebeten. Besonders nett war, dass man an diesem Abend sogar den Geburtstag von Frau Wallner feiern konnte.Katrin und die Köchin Annegret hatten sogar einen Kuchen als Geschenk für sie vorbereitet. Nach dem gemeinsamen Geburtstagslied, zu dem auch das Publikum mit einstimmte, wurde sie wieder an ihren Platz zurück geleitet. Mit Möwen als Vorboten des nahenden Festlandes und der Bestätigung mit übergroßen Ferngläsern kehrte das Schiff langsam wieder zurück. Mit dem Schlusslied „Die Leinen fest, Maschinen aus“ trafen alle wieder wohlbehalten zu Hause ein. Lottchen stellte fest, dass im Zimmer beim Orkan einiges in Unordnung geraten war, das wohl aufzuräumen sei, aber alle Matrosen bestätigten einstimmig „Diese Seefahrt, die war schön!“.

Herzlicher Dank gebührt auch Herrn Wech, der die Musicalgruppe mit seinem EBass begleitete, und Herrn Raschbacher, der mit seiner kreativen Unterstützung (Requisiten, Kulisse) sehr zum Gelingen der „Seefahrt nach Rio“ beitrug.

OStRin Eva Werner